Nachhaltigkeit - Chancen und Herausforderungen für Unternehmen

„Nachhaltigkeit“ – Chancen und Herausforderungen für Unternehmen

Das magische Dreieck der Nachhaltigkeit erlangt zunehmend an Bedeutung.

20.05.2019 | Es geht dabei um die gleichgestellte Betrachtung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten, welche vermehrt als Anforderungen an Unternehmen gestellt werden. Diese im Blick zu haben, sichert dauerhaft das Vertrauen von Mitarbeitern, Kunden, Investoren und der Gesellschaft. Daran wiederum hängt eine gute Reputation und die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Mit einer erfolgreichen Nachhaltigkeitsstrategie können diese Ziele erreicht werden.

Für viele Unternehmen ist der Begriff der Nachhaltigkeit nicht neu. Dennoch hat sich die Bedeutung dieses Themenfeldes gerade in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Insbesondere durch die seit 2017 geltende EU-Berichtspflicht für mehr als 500 deutsche Unternehmen. Der Druck auf professionelle CSR-Berichtssysteme steigt demnach und reicht bis in den Mittelstand.

Nachhaltigkeit geht alle etwas an

Die Bedeutung und Ansprüche des Themas Nachhaltigkeit haben sich entwickelt. Einst beinhaltete es ein eher eindimensional wohltätiges Engagement von Unternehmen im ökologischen oder sozialen Bereich. Heute ist das Thema zu einem mehrdimensionalen Managementansatz des Kerngeschäftes geworden, welches zahlreiche Anspruchsgruppen berührt. Eine rein image- oder marktorientierte Kommunikation greift heutzutage allerdings nicht nur zu kurz, sie kann unter Umständen sogar die Reputation beschädigen. Aus diesem Grund muss sie den vielfältigen Ansprüchen diverser Stakeholder gerecht werden.

Nachhaltigkeitsmanagement ist die Basis

Die besondere Herausforderung liegt in der Entwicklung und Implementierung eines Nachhaltigkeitsmanagements. Mit einer passgenauen und praxisorientierten Gestaltung wird die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und eine werteorientierte Markenführung gelegt. Es sind Geschäftsführung, Inhaber, Fach- und Führungskräfte gefordert, das Projekt ganzheitlich voranzutreiben.

Die Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements bedeutet, dass die folgenden Themen und Bereiche ganzheitlich betroffen sind.

  • Strategie
  • Personalwesen
  • Ausbildung und Qualifizierung
  • Einkauf und Beschaffung
  • Vertrieb
  • Produktion
  • Innovationsmanagement (F+U)
  • Qualitäts- und Risikomanagement
  • Controlling
  • Umwelt und Energie
  • Kommunikation und Marketing
  • PR und Öffentlichkeitsarbeit
  • Recht und Compliance
  • Verwaltung und Organisation

Ziele messbar machen, Ziele erreichen

Mit der Einführung des Nachhaltigkeitsmanagements steigen auch die Anforderungen an das Nachhaltigkeits-Controlling. Wenn Sie eine Nachhaltigkeitsstrategie für Ihr Unternehmen entwickelt haben, stellt sich die Frage:“ Wie können wir sicherstellen, dass wir unsere Ziele erreichen?“

Hier gilt“ Nur was gemessen wird, wird gemacht“: Im Nachhaltigkeits-Controlling nutzen Sie die richtigen Kennzahlen, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich umsetzen und Ihre Ziele erreichen.

Neben Finanzkennzahlen kommen so zusätzliche Kennzahlen aus Umwelt und Sozialem hinzu: CO2-Emissionen, differenzierter Energieverbrauch, Mitarbeiterstruktur, Mitarbeiterzufriedenheit und der Anteil von Frauen in Führungspositionen als Beispiele.

Nicht nur aus interner Sicht sind die Instrumente von Bedeutung, zunehmend werden sie auch aus externer Sicht zu einem Muss. Wie beispielsweise Kunden, die in Ausschreibungen Auskunft über Nachhaltigkeitsleistungen, Programme und Standards eines Unternehmens einfordern. Oder Investoren, die fordern, dass Unternehmen zunehmend über angemessene Messstandards und messbare Transparenz im Bereich der Nachhaltigkeit verfügen. Somit besteht ein direkter Zusammenhang mit zukünftigen Kreditkonditionen, da Nachhaltigkeitsleistungen und Risiken unmittelbar in eine Bewertung einfließen.

Transparent kommunizieren

Der Gesetzgeber wird aufgrund des gesellschaftspolitischen Interesses zukünftig die Anforderungen weiter verschärfen. Auch die Mitarbeiter werden Einfluss nehmen. Gerade viele jüngere Mitarbeiter und Bewerber erwarten von den Unternehmen nachhaltiges Arbeiten, und zusätzlich erwarten sie Transparenz. Da sie in sozialen Netzwerken gut vernetzt sind, steigen die Anforderungen an Transparenz und messbarer Überprüfbarkeit bzw. klarer Argumentation.

Ihr Unternehmen kann an Reputation gewinnen und wird vor allem in seinen Nachhaltigkeitsanstrengungen glaubwürdiger. Der Reputationsgewinn kann sich zudem positiv auf Ihre Unternehmens- und Marktwerte auswirken.

Das Nachhaltigkeits-Controlling schafft die Grundlage und Zahlen, um Fakten zeitnah liefern zu können. Es ist aber auch von großer Bedeutung, wenn es darum geht, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens im Auge zu behalten. Bei allen Anstrengungen für eine Nachhaltigkeit sind Einflüsse auf die Kosteneffizienz, Wettbewerbsfähigkeit sowie Markteinflüsse von existenzieller Bedeutung, falls das Unternehmen durch die Maßnahmen in Schieflage gerät.

Zusammenfassend sei von uns anzumerken nicht abzuwarten, bis Sie zu einer Minderheit gehören, die sich dem nachhaltigen Wirtschaften verweigert.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit dem Thema. Treffen Sie Ihre Entscheidungen – gern unterstützen wir Sie dabei.

 

Frank Werner | Senior Manager

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