TD News - Hofladen im Automaten

Der Hofladen im Automaten

Frische Lebensmittel vom Bauern mitten in der Stadt und rund um die Uhr.

26.08.2019 | Der Erwerb von frischen Podukten direkt vom Landwirt ist in der Stadt nicht immer einfach. Zwei ehemalige Studenten schaffen mit Ihrem Start-up Erntebox Abhilfe und machen es möglich. Das junge Unternehmen stellt Kühlautomaten an mittlerweile sechs Standorten auf, mit guten Produkten zu fairen Preisen. Kunden und Landwirte profitieren gleichermaßen davon.

Not macht erfinderisch

Einst saßen die beiden ehemaligen Studenten Jonas Meder (27) und Ben Kohz (23) hungrig sonntags mit Freunden zusammen, doch zum Kochen fehlten die richtigen Zutaten. „Wenn ich Zigaretten bräuchte, könnte ich mir jetzt einfach welche aus dem Automaten ziehen, warum eigentlich keine Eier?“ Gedacht – getan.

Sie gründeten das Start-up Erntebox, welches regionale, frische Produkte aus dem Kühlautomaten anbietet. Die Städter können sich somit rund um die Uhr versorgen. In enger Zusammenarbeit mit Bauern aus der Region werden Eier, Nudeln, Käse und weitere Lebensmittel verkauft. Die Automaten-Hofläden sind eine clevere Alternative zum Wochenmarkt in München.

Vernünftige Preise für die Bauern

Für den Vertrieb der regionalen Lebensmittel hat der Landwirt verschiedene Optionen. Der eigene Hofladen oder der Verkauf über die Supermarktketten beispielsweise. Die Nachteile sind nicht von der Hand zu weisen. Der Hofladen bedeutet eine hohe Investition, und von der Marktmacht weniger Supermarktketten werden die Landwirte erdrückt.

So fügen sich zwei Gruppen wie Puzzlesteine aneinander: Menschen, die nachhaltige Lebensmittel bevorzugen und regionale Landwirte, die einen fairen Preis für Ihre Produkte bekommen möchten.

Wie alles funktioniert

Die Bauern verkaufen direkt an die Kunden. Dazu kaufen sie die gekühlten Automaten und bestücken diese mit ihren regionalen Produkten. Die Abholung der Waren und Befüllung der Automaten ist eine Leistung von ErnteBox. 90 Prozent des Endpreises behält der Landwirt, der Rest geht an das Start-up.

Per Telemetrie wird die Temperatur im Automaten überwacht. Auch der Zustand der Waren lässt sich so überprüfen. Aufgefüllt wird etwa zweimal pro Woche. Die Kunden können die Landwirte auch persönlich besuchen und sich die Herstellungsbedingungen vor Ort anschauen.

 

Die beiden Gründer Jonas Meder und Ben Kohz haben eine spannende Reise vor sich, bei der ich Ihnen viel Erfolg wünsche.

Yvonne Wicke | Head of Marketing

 Quellen: www.erntebox.de; Edison eMagazin, Ausgabe 26. Juli 2019, Autor: Susanne Frank

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